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Liebes Theaterpublikum,
eine neue Spielzeit bricht an und wir freuen uns sehr auf die nächste Premiere. Am 11. Mai bringt Regisseur Jörg Lange („Gut gegen Nordwind“, „Die Grönholm-Methode“) erstmalig das enfant terrible Oscar Wilde auf unsere Lindener Theater-Bretter. „Bunbury oder Ernst sein ist wichtig“ lautet der Titel unserer neuen Produktion.  
Vier Tage nach der Premiere von „The Importance of Being Earnest“ (14.02.1895 in London) war in einem Club, den der skandalumwitterte Dichter und Dandy Oscar Wilde regelmäßig aufsuchte, eine gezielt provozierende Nachricht für ihn hinterlegt worden. Sie stammte vom Vater seines langjährigen Geliebten Lord Alfred Douglas. Wilde erhob deshalb eine Verleumdungsklage, doch innerhalb nur weniger Monate wurde aus dem Kläger Wilde ein Angeklagter. 
Als Wilde am 25. Mai 1895 vom Schwurgericht wegen Homosexualität und Sodomie zu zwei Jahren Zuchthaus mit schwerer Zwangsarbeit verurteilt wurde, brach im Gerichtssaal spontaner Beifall aus. Es folgten ein Schreibverbot und die Absetzung aller Stücke. 
„Bunbury oder Ernst sein ist wichtig“ ist Oscar Wildes letztes vollendetes Stück. Hier holt er zum Rundumschlag gegen die bigotten Moralvorstellungen seiner Zeitgenossen aus. Ob Geburt oder Tod, Hochzeit oder Scheidung, Taufe oder letzte Salbung: Immer wieder entlarvt Wilde mit spitzer Feder die gesellschaftlichen Konventionen als inhaltlose Hüllen. Sein Stück spielt in der so genannten ‚besseren Gesellschaft‘:
Algernon und Jack sind Freunde. Beide verbindet, dass sie von Zeit zu Zeit den strengen Moralvorschriften der Gesellschaft und den Familienanforderungen entfliehen, indem sie jeweils eine Person erfunden haben. Algernon kümmert sich selbstlos um seinen schwächlichen Freund „Bunbury“ auf dem Lande, Jack besucht regelmäßig seinen amoralischen Bruder in London. Dort nennt sich Jack allerdings „Ernst“, denn Algernons Cousine Gwendolen verliebt sich in ihn wegen seines Namens. Als Algernon erfährt, dass Jack/Ernst auf dem Lande der Vormund der attraktiven jungen Cecily ist, macht er sich heimlich dorthin auf, um sich als Ernst, der lasterhafte Bruder von Jack, auszugeben. Auch Cecily hat sich geschworen, nur einen Mann zu heiraten, der Ernst heißt. Schnell müssen beide Frauen feststellen, dass sie mit demselben Mann verlobt zu sein scheinen.
Eines der unzähligen Bonmots von Oscar Wilde bringt das Stück, das er selbst als „A trivial play for serious people“ bezeichnet hat, auf den Punkt:
„Wer die Wahrheit sagt, wird früher oder später dabei ertappt.“
Es spielen: Marita Bading, Heinrich Baxmann, Janet Doant, Philina Hartmann, Judith Jungfels, Sonja Lück, Frederic Oberheide, Andreas Sedlag. Regieassistenz: Gundula Fechner. Regie: Jörg Lange.
Premiere: 11.05.2019. Weitere Vorstellungen am 15.05.25.05., 05.06., 12.06., 19.06., 22.06.
Die Generalprobe am 09.05. wird öffentlich sein; bei Interesse finden Sie bitte deutlich vor 19.30 Uhr den Weg zu uns; und wie immer bemühen wir uns gern um einen kostenfreien Einlass für alle.
Eine Woche vor der Oscar-Wilde-Premiere öffnen wir bereits unsere Türen:
Die Lange Nacht der Theater am 04.05. bietet eine gute Gelegenheit, erste Einblicke in unseren Bunbury zu nehmen. Wir zeigen um 18, 19, 20 und 21 Uhr jeweils 30 Minuten von Oscar Wilde.
Auch für das Jahr 2020 (unser Theater wird 50; unglaublich; feiern Sie mit uns) haben wir bereits erste Entscheidungen getroffen. Kordula Mitschke und Regisseur Oliver Gruenke („Franz Kafka. Kein Schlaf. Nur Träume“, „I hired a contract killer“ und „Frida Kahlo“) befassen sich im Jubiläumsjahr mit „Der Process“ von Franz Kafka. Premiere: Frühjahr 2020.
Stimmen Sie auf unserer Facebook-Seite doch einmal ab, welche Inszenierung Ihnen besonders im Gedächtnis geblieben ist. Unter allen Antwortenden verlosen wir 2 Freikarten für die „Bunbury“-Premiere am 11.05.2019. Einsendeschluss ist der 31.03.2019.

Doch first things first: Der Vorverkauf für „Bunbury“ ist ab sofort geöffnet; über unsere neu gestaltete Website www.mittwochtheater.de oder telefonisch unter 0511/456 205 können Sie ab sofort Karten für das neue Werk von Regisseur Jörg Lange buchen.
Wir freuen uns auf Ihren Besuch.
Herzliche Grüße vom Lindener Berge 
Ihr
Oliver Gruenke